Unter dem Einfluss erster Lektüren (Nietzsche, Novalis, Dostojewski, Emerson, Maeterlinck, Altenberg) konzipiert Musil im nur zu einem Drittel beschriebenen Heft spätestens Anfang 1900 einen essayistischen Ich-Roman mit dem Titel »Monsieur le vivisecteur« mit einem einleitenden Entwurf unter dem Titel "Blätter aus dem Nachtbuche des monsieur le vivisecteur". Daran schließt ein Bruchstück des nach fehlgeschlagenem Versuch einer Veröffentlichung verlorenen "Paraphrasen"-Konvoluts aus dem Jahr 1901 an. Datierte Eintragungen von 1902 dokumentieren u. a. Musils zweite Nietzsche-Lektüre und seine Beschäftigung mit Fragen der Dekadenz und Lebensführung. Die Notizen und Überlegungen zu Nietzsche und Emerson konturieren ein essayistisches Projekt mit dem Titel "Sensitives Skizzenbuch/Skizzenbuch eines Sensitiven". Nach einer Zäsur entsteht während eines Erholungsurlaubs mit der Mutter im Juli/August 1904 der Entwurf "Vorarbeit zum Roman", mit dem das Heft schließt.Auf den Einlagen finden sich Aufzeichnungen von 1898 bis 1908. Neben Versuchen zur Gliederung des geplanten Romans "Monsieur le vivisecteur" haben sich hier lyrische und erzählerische Entwürfe, dazu mathematische Aufzeichnungen, Briefentwürfe, Zeitungsausschnitte und private Alltagsnotizen erhalten. Enthält Eintragungen (teilweise mit Datum), Exzerpte, Notizen, Entwürfe.
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